Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Szenische Lesung: „STEFAN HEYM - Einer, der nie schwieg“

Zu einer szenischen Lesung zur Würdigung des Schriftstellers Stefan Heym anlässlich seines 100. Geburtstages  lädt der Kreisverband DIE LINKE Oberhavel herzlich am

3. Juni, um 18.30 Uhr ins Bürgerzentrum Oranienburg in der Albert-Buchmann-Straße 17 ein.

Es lesen die Landtagsabgeordnete Gerrit Große; der Bundestagsabgeordnete Thomas Nord; Franz Sodann, von dem das Textbuch stammt sowie Harald Petzold, Bundestagskandidat für den Wahlkreis 58.

Stefan Heym wäre am 10. April 2013 100 Jahre alt geworden. 1933 musste er in die USA ins Exil, schrieb dort seinen Debütroman und ersten Bestseller „Hostages“. 1943 trat er in die US-Armee ein und erlebte die Invasion in der Normandie. Als er 1945 als US-Offizier nach Deutschland zurückkehrte, durfte er dort aufgrund seiner prosowjetischen Einstellung nicht lange bleiben. 1953 siedelte Heym dann in die DDR über. Mit seinen Schriften eckte er in Ost und West an. Romane wie „The Crusaders“ (1948, dt.: „Kreuzfahrer von heute“), „Der König-David-Bericht“ (1972), „5 Tage im Juni“ (1974) oder „Ahasver“ (1981) machten ihn international bekannt.

1994 kandidierte Stefan Heym als Parteiloser für die PDS und gewann das Direktmandat. Er eröffnete am 10. November 1994 als Alterspräsident den 13. Deutschen Bundestag: „(...)Toleranz und Achtung gegenüber jedem einzelnen und Widerspruch und Vielfalt der Meinungen sind vonnöten, ebenso wie eine politische Kultur, mit der unser Land, das geeinte, seine besten Traditionen einbringen kann in ein geeintes, freies und friedliches Europa.(...)“ Er appellierte an alle Bundestagsabgeordneten: „(...)Die Menschheit kann nur in Solidarität überleben. Das aber erfordert Solidarität zunächst im eigenen Lande: West, Ost, oben, unten, reich, arm.(...)“

Stefan Heym starb am 16.12.2001 in Israel.

Zur feierlichen Würdigung seines Lebenswerkes gründete sich in Berlin anlässlich seines 100. Geburtstages ein Festkomitee, dem Weggefährten, Freunde, Künstler, Politiker und die Rosa-Luxemburg-Stiftung angehören. Auch Thomas Nord ist einer der Unterstützer.

Zur Würdigung Stefan Heyms freuen wir uns auf  die szenische Lesung in Oranienburg und laden Interessierte herzlich ein.

Der Eintritt ist frei.