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Tom Strohschneider, Chefredakteur des Neuen Deutschland, Sebstisn Walter Wahlbeobachter in Griechenland und stellvertretender Landesvorsitzender der LINKEN Brandenburg, Moderator Holger Czitrich Stahl und Elias Boras ein seit über 50 Jahren in Deutschland lebendender Grieche

Syriza – eine Chance für Europa!

Griechenland, Schulden, Schuldenschnitt sind in aller Munde. Das neue Hilfspaket samt Auflagen für die griechische Regierung wurde nun im Bundestag beschlossen.

 

Zu einer Diskussionsrunde zum Thema „Syriza – Chance oder Gefahr für Europa?“ hatte DIE LINKE Oberhavel am 26. Februar ins Restaurant Kreta in Oranienburg eingeladen. Etwa 50 Interessierte kamen, um Tom Strohschneider, Sebastian Walter und Elias Boras zuzuhören und zahlreiche Fragen zu stellen. Elias Boras ist Grieche und lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Er schilderte eindrücklich die jahrzehntelangen Verfehlungen der vergangenen Regierungen sowie die Entwicklung der letzten Krisenjahre in Griechenland und deren verheerende Folgen für die Bevölkerung. Sebastian Walter, stellvertretender Landesvorsitzender der LINKEN Brandenburg, war zur Zeit der Wahlen in Griechenland. Er beschrieb die Stimmung, die Gesellschaft in Griechenland als hoch politisiert. Die Menschen tragen ihre Hoffnung auf die Straße und glauben endlich an einen Neuanfang nach den vielen Jahren des Abstiegs.

Griechenland, Schulden, Schuldenschnitt sind in aller Munde. Das neue Hilfspaket samt Auflagen für die griechische Regierung wurde nun im Bundestag beschlossen.

Zu einer Diskussionsrunde zum Thema „Syriza – Chance oder Gefahr für Europa?“ hatte DIE LINKE Oberhavel am 26. Februar ins Restaurant Kreta in Oranienburg eingeladen. Etwa 50 Interessierte kamen, um Tom Strohschneider, Sebastian Walter und Elias Boras zuzuhören und zahlreiche Fragen zu stellen. Elias Boras ist Grieche und lebt seit vielen Jahren in Deutschland. Er schilderte eindrücklich die jahrzehntelangen Verfehlungen der vergangenen Regierungen sowie die Entwicklung der letzten Krisenjahre in Griechenland und deren verheerende Folgen für die Bevölkerung. Sebastian Walter, stellvertretender Landesvorsitzender der LINKEN Brandenburg, war zur Zeit der Wahlen in Griechenland. Er beschrieb die Stimmung, die Gesellschaft in Griechenland als hoch politisiert. Die Menschen tragen ihre Hoffnung auf die Straße und glauben endlich an einen Neuanfang nach den vielen Jahren des Abstiegs.

Tom Strohschneider, Chefredakteur der Tageszeitung Neues Deutschland, verdeutlichte, dass es Tsipras und Varoufakis in den vergangen Wochen vor allem darum ging, Zeit zu gewinnen und die Staatspleite zu verhindern. Denn ihre vehementen Forderungen an die Europäische Union, die in Deutschland von vielen Medien als ungeheuerliche Frechheiten dargestellt werden, sollen erstmals Spielräume für eine neue Politik in Griechenland schaffen. Das Spardiktat mit erpresstem Sozialabbau, Privatisierung und Verschlechterung von Arbeitsbedingungen der vergangenen Jahre verschlimmerte die Gesamtsituation Griechenlands. Nun ringen die beiden Griechen mit dem Rucksack und ohne Krawatte Schäuble und Co endlich erste Schritte für eine andere europäische Krisenpolitik ab. Kleine Veränderungen konnten in Griechenland vorgenommen werden, viel Arbeit liegt noch vor der griechischen Regierung und das bedarf mehr Zeit – mehr als vier Monate. Sie müssen nun beweisen, was sie daraus machen. Sie müssen es ihrer eigenen Partei, den Griechen und den europäischen und internationalen Geldgebern beweisen, dass ihre Politik der bessere Weg ist, um Griechenland wieder zu Aufschwung zu verhelfen. Ein Schuldenschnitt, darin waren sich auch die Diskutanten einig, muss stattfinden. Der harte neoliberale Kurs der Troika nützte bisher nur denen, die ohnehin alle finanziellen Freiheiten haben und nahm in Kauf, einen ganzen Staat mit Millionen Menschen bankrott gehen zu lassen. In Deutschland können wir Solidarität leisten. Die deutsche Linke muss weiterhin Druck auf die deutsche Regierung ausüben, damit mehr Spielraum für Syriza geschaffen wird und Europa vielleicht ein Stückchen nach links rückt. Syriza, Tsipras und Varoufakis zeigen, dass linke Politik Selbstbewusstsein und einen langen Atem braucht.

Auch in Deutschland.

We start from Greece!