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Der Glaube an die Gerechtigkeit

Am 10. März eröffnete Harald Petzold gemeinsam mit der Botschafterin der Republik El Salvador, Anita Escher-Echeverria in den Räumen der LINKEN eine Ausstellung, die der Erinnerung an die Ermordung des Erzbischofs von San Salvador Óscar Arnulfo Romero gewidmet ist. Unter dem Motto: „Der Glaube an die Gerechtigkeit“ zeigt Guillermo Luna y Meléndez 21 Gemälde, die er seiner lateinamerikanischen Heimat widmet. Die Ausstellung, die auf Fotos auch Ereignisse des Wirkens von Erzbischof Óscar Romero widerspiegelt, ist bis zum 6. Juni in den Räumen der LINKEN in der Bernauer Straße 71 in Oranienburg zu sehen.


Am 10. März eröffnete Harald Petzold gemeinsam mit der Botschafterin der Republik El Salvador, Anita Escher-Echeverria in den Räumen der LINKEN eine Ausstellung, die der Erinnerung an die Ermordung des Erzbischofs von San Salvador Óscar Arnulfo Romero gewidmet ist. Unter dem Motto: „Der Glaube an die Gerechtigkeit“ zeigt Guillermo Luna y Meléndez 21 Gemälde, die er seiner lateinamerikanischen Heimat widmet. Die Ausstellung, die auf Fotos auch Ereignisse des Wirkens von Erzbischof Óscar Romero widerspiegelt, ist bis zum 6. Juni in den Räumen der LINKEN in der Bernauer Straße 71 in Oranienburg zu sehen.

Die Vereinten Nationen wählten 2010 den 24. März – den Tag der Ermordung des katholischen Geistlichen - als Internationalen Tag des Rechtes auf Wahrheit und Würde für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Romero starb vor 35 Jahren auf der Kanzel der Krankenhauskapelle Divina Providencia in San Salvador durch die Schüsse von Todesschwadronen. Er war für viele Menschen El Salvadors die Verkörperung des Glaubens an die Gerechtigkeit.

Nur einen Tag vor seiner Ermordung hatte Óscar Romero in der Kathedrale von San Salvador noch für Gewaltlosigkeit gepredigt: „Kein Soldat ist gezwungen, einem Befehl zu folgen, der gegen das Gesetz Gottes verstößt. Einem amoralischen Gesetz ist niemand unterworfen.“

Zugleich rechtfertigte er, ungeachtet der erhaltenen Morddrohungen, den Widerstand gegen den herrschenden Terror: „Die Kirche, Verteidigerin der göttlichen Rechte und Gottes Gerechtigkeit, der Würde des Menschen und der Person, kann angesichts dieser großen Gräuel nicht schweigen. Im Namen Gottes und im Namen dieses leidenden Volkes, dessen Klagen jeden Tag lauter zum Himmel steigen, ersuche ich euch, bitte ich euch, befehle ich euch im Namen Gottes: Hört auf mit der Repression!“ Die Repression währte noch lange. Sie richtete sich insbesondere gegen das Erstarken der Befreiungsfront Farabundo Martí. Bis 1991 sind im salvadorianischen Bürgerkrieg 70.000 Menschen dem Wüten der Militärs und Todesschwadronen mit ausdrücklicher Unterstützung der USA zum Opfer gefallen. Die Opfer kamen vor allem aus der Zivilbevölkerung.

Auf vielen der 21 Gemälde des in Berlin lebenden salvadorianischen Malers Guillermo Luna y Meléndez, die in Oranienburg zu sehen sind, findet der Betrachter eine Fülle von Reflexionen historischer und individueller Erfahrungen wieder. Die Werke fesseln durch pralle Farben, dramatische Sujets und vermitteln einen lebendigen Eindruck der ereignisreichen Geschichte Mittelamerikas. Der Willen des Volkes, sich gegen brutale Kolonialisierung und Unterdrückung bis in die heutigen Tage zu wehren, Würde und Lebensfreude, Verteidigung und Widerstand, Verlust und Tod, Natur und Liebe, all das findet eine Bildsprache. Die große Geste der liebevollen Hinwendung des Malers zur indigenen Bevölkerung, zum ländlichen Leben, zur Natur und zu den Kämpfen gegen Unterdrückung im Kontext der Geschichte und der Gegenwart drückt Empathie und Solidarität des Malers aus und wird so schließlich dem Andenken Óscar Romeros gerecht.

Die Ausstellung, die auf Fotos auch Ereignisse des Wirkens von Óscar Romero widerspiegelt, ist bis zum 6. Juni in den Räumen der LINKEN in der Bernauer Straße 71 in Oranienburg zu sehen.

Der Eintritt ist frei